Google öffnet den Play Store: günstigere Gebühren und eigene Bezahlsysteme – was das für dich bedeutet
Seit dieser Woche dürfen Apps im Play Store externe Bezahlsysteme nutzen, und die Gebühren sinken deutlich. Ich erkläre dir, was sich konkret ändert und warum das für kleine App-Betreiber eine gute Nachricht ist.
Im Play Store hat sich diese Woche etwas bewegt, das ich seit Jahren für überfällig halte: Google öffnet den Store für externe Bezahlsysteme und senkt die Gebühren spürbar. Für alle, die eine Android-App betreiben oder eine planen, ist das eine der besseren Nachrichten des Jahres – deshalb erkläre ich kurz, was dahintersteckt.
Was sich geändert hat
Bisher galt für App-Entwickler im Kern eine einfache, aber teure Regel: Käufe und Abos liefen über Googles Bezahlsystem, und ein großer Anteil des Umsatzes ging als Gebühr an Google. Das ist jetzt vorbei. Die wichtigsten Punkte:
- Eigene Bezahlsysteme erlaubt. App-Anbieter dürfen Nutzer künftig auf externe Bezahlmethoden oder die eigene Website weiterleiten, statt zwingend Googles Abrechnung zu nutzen.
- Deutlich niedrigere Gebühr. Statt der früheren Pauschale von bis zu 30 Prozent fällt jetzt eine Servicegebühr von 10 Prozent auf die ersten rund eine Million US-Dollar Jahresumsatz an – unabhängig davon, welches Bezahlsystem du nutzt.
- Aufschlag nur bei Googles Abrechnung. Wer weiterhin Googles Bezahlsystem einsetzt, zahlt zusätzlich 5 Prozent. Bei externen Zahlungen oder einem Link zur eigenen Website entfällt dieser Aufschlag.
Zunächst gilt das für die USA, den Europäischen Wirtschaftsraum und Großbritannien. Hintergrund ist ein Vergleich nach dem langen Rechtsstreit zwischen Epic Games und Google – der Druck von außen hat Google hier zum Umdenken bewegt.
Und ab Herbst kommt noch mehr
Zum 30. September 2026 startet Google zwei neue Programme mit reduzierten Gebühren: „Games Level Up" für Spiele und „Apps Experience" für normale Apps. Qualifizieren kannst du dich unter anderem, wenn deine App plattformübergreifend läuft (etwa auf Tablets, Smart-TVs oder Android Auto), eine niedrige Absturzrate hat und moderne Funktionen wie Cloud-Speicherung oder sichere Anmeldeverfahren unterstützt.
Das ist genau die Richtung, die ich gut finde: Wer sauber und zuverlässig entwickelt, wird belohnt.
Warum das für kleine Betriebe zählt
Vielleicht denkst du: „Ich bin doch kein großer App-Konzern, was geht mich das an?" Ziemlich viel, wenn du über eine eigene App nachdenkst – zum Beispiel für Bestellungen, Buchungen oder ein Kundenbindungsprogramm. Zwei Dinge werden dadurch besser:
- Mehr bleibt bei dir. Sinkende Gebühren bedeuten, dass von jedem verkauften Abo oder In-App-Kauf ein größerer Teil bei dir landet.
- Mehr Freiheit. Du bist nicht mehr zwingend an ein Bezahlsystem gebunden, sondern kannst deinen Kunden den Weg anbieten, der zu deinem Geschäft passt.
Wichtig bleibt aber: Günstigere Store-Gebühren machen aus einer schlecht gebauten App keine gute. Was wirklich zählt, ist eine App, die stabil läuft, gepflegt wird und ein echtes Problem deiner Kunden löst. Genau daran arbeite ich – von der ersten Idee über die Umsetzung in Kotlin und Jetpack Compose bis zur laufenden Wartung.
Fazit
Der Play Store wird offener und günstiger, und ab Herbst belohnt Google gute technische Qualität zusätzlich. Für kleine Betriebe, die mit dem Gedanken an eine eigene App spielen, ist das ein guter Moment, das Thema ernsthaft anzugehen. Wenn du wissen willst, ob sich eine App für dich lohnt und wie so ein Projekt realistisch aussieht, sprich mich einfach an – das erste Gespräch ist unverbindlich.
Quellen
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Ich entwickle Android-Apps und moderne Websites für Selbstständige und kleine Unternehmen — von der ersten Idee bis zum Release.
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