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App & Web-Entwicklung

Fokus-Ringe in Jetpack Compose: was das neue material3-ripple wirklich bringt

Compose Material 3 1.5.0-alpha24 bringt eine eigene Ripple-Bibliothek mit echten Fokus-Ringen, stabile SearchBar-APIs und leise Barrierefreiheits-Fixes. Warum mich als App-Entwickler gerade das Kleingedruckte freut.

Wenn ich eine Android-App baue, sind es selten die großen Ankündigungen, die meinen Alltag verändern – es sind die kleinen Zeilen in den Release Notes. Genau so eine ist mir letzte Woche untergekommen: Am 15. Juli 2026 hat Google Compose Material 3 in Version 1.5.0-alpha24 veröffentlicht. Klingt nach Nachkommastelle, steckt aber mehr drin, als der Name vermuten lässt.

Eine eigene Bibliothek nur für Ripples

Das Wichtigste zuerst: Es gibt jetzt eine neue material3-ripple-Bibliothek. Bisher waren die typischen „Wasserwellen", die beim Antippen über einen Button laufen, fest im Material-Paket verdrahtet. Neu ist, dass diese Ripples den Fokus als echten Ring zeichnen können – als sogenannten inset focus ring – statt den ganzen Button nur mit einer halbtransparenten Schicht abzudunkeln.

Das klingt nach Kosmetik, ist aber genau das Gegenteil. Ein Fokus-Ring zeigt sichtbar, wo man sich gerade befindet, wenn man nicht mit dem Finger tippt, sondern mit Tastatur, Steuerkreuz, D-Pad oder einer Schaltersteuerung navigiert. Auf dem Handy fällt das kaum auf. Auf einem Fernseher, einem Tablet mit Tastatur oder für Menschen, die ihr Gerät nicht per Touch bedienen, ist es der Unterschied zwischen „bedienbar" und „unbenutzbar".

SearchBar wird endlich stabil

Der zweite Punkt, der mich freut: Die neuen, slot-basierten SearchBar-APIs samt SearchBarState sind jetzt stable. Die ältere Variante mit expanded/onExpandedChange ist als veraltet markiert. Für mich heißt das konkret: Ich kann eine Suchleiste bauen, ohne Angst, dass mir die API beim nächsten Update unter den Händen wegbricht. Wer neu anfängt, sollte direkt auf die neue Variante setzen.

Die leisen Fixes, die niemand feiert

Und dann sind da die Bugfixes, die es nie in eine Überschrift schaffen, aber echte Apps besser machen:

  • Switch-Access-Nutzer konnten Textfelder innerhalb einer ExposedDropdownMenuBox bisher nicht aktivieren – das ist behoben.
  • Die TalkBack-Reihenfolge in TextField und OutlinedTextField stimmt jetzt, wenn ein Präfix oder Suffix im Feld steht (denk an „€" vor einem Betrag oder „@" vor einem Namen).
  • Tooltips werden an den Fensterrand geklemmt, damit sie auf kleinen Displays oder bei großer Schrift nicht mehr abgeschnitten werden.

Das ist genau die Sorte Detailarbeit, die ich an Compose schätze: Nicht jedes Update muss glänzen, aber es sollte den Weg für alle frei machen, die die App tatsächlich benutzen.

Was ich dir daraus mitgebe

Zwei praktische Dinge. Erstens: Teste deine App wenigstens einmal ohne den Finger – mit einer angesteckten Tastatur und mit eingeschaltetem TalkBack. Du siehst in fünf Minuten, wo Fokus verloren geht oder etwas in falscher Reihenfolge vorgelesen wird. Zweitens, ehrlich bleiben: 1.5.0-alpha24 ist ein Alpha-Release. Für ein Nebenprojekt zum Ausprobieren super, für die Produktiv-App würde ich noch auf eine stabile Version warten und die neuen APIs erst dort scharf schalten.

Barrierefreiheit ist bei mir kein Extra am Ende, sondern gehört von Anfang an zur sauberen Umsetzung – bei Apps genauso wie bei den Websites, die ich mit meinem eigenen CMS baue. Wenn du eine App in Kotlin und Jetpack Compose planst und dabei jemanden willst, der solche Details nicht überliest, dann schau bei bymw.de vorbei oder stöbere durch meine kleinen Helfer auf tools.bymw.de. Erzähl mir einfach, was du vorhast – ich sage dir ehrlich, was geht.

Quellen

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#Jetpack Compose#Material 3#Android#Barrierefreiheit

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