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Gesundheit

Rücken, Nacken, Augen – wie du als Selbstständiger am Schreibtisch gesund bleibst

Neue Zahlen zur Bildschirmarbeit im Homeoffice zeigen, wie verbreitet Rücken- und Nackenbeschwerden sind. Ich sitze selbst den ganzen Tag am Schirm – hier die Handgriffe, die bei mir wirklich etwas bringen.

Ich baue den ganzen Tag Apps und Websites – das heißt: sitzen, tippen, auf den Bildschirm schauen. Diese Woche sind mir neue Auswertungen zur Bildschirmarbeit im Homeoffice untergekommen, und die Zahlen sind ein guter Anlass, mal ehrlich über den eigenen Schreibtisch nachzudenken. Denn als Selbstständiger hast du keine Fachkraft für Arbeitssicherheit, die vorbeikommt – du bist selbst dafür verantwortlich.

Die Zahlen sind deutlicher, als man denkt

Eine Auswertung des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV zeigt: Mehr als 40 Prozent der Menschen mit Bildschirmarbeitsplatz klagen über Beschwerden im Nacken und unteren Rücken, rund 30 Prozent über Schulterprobleme. Wenig überraschend, wenn man weiß, dass viele Homeoffice-Plätze improvisiert sind – Küchentisch, Sofa, Laptop auf dem Schoß. Genau diese unzureichende Ausstattung gilt als einer der größten Risikofaktoren für Muskel-Skelett-Beschwerden.

Das Tückische daran: Es tut am Anfang nicht weh. Es schleicht sich über Monate ein, und irgendwann ist der steife Nacken der Normalzustand. Bei mir war das lange so.

Was bei mir wirklich hilft

Ich bin kein Arzt und verkaufe dir keine 500-Euro-Ergonomie-Lösung. Das sind die simplen Sachen, die bei mir den größten Unterschied gemacht haben:

  • Bildschirm auf Augenhöhe. Die obere Kante des Monitors etwa auf Höhe der Augen, Abstand rund eine Armlänge. Allein das nimmt dem Nacken enorm viel Last. Ein Laptop-Ständer plus externe Tastatur kostet wenig und ändert alles.
  • Alle 30 Minuten aufstehen. Nicht stundenlang durchsitzen. Ich stehe bei jedem Telefonat auf und gehe ein paar Schritte. Bewegung schlägt jede Sitzhaltung.
  • Die 20-20-20-Regel für die Augen. Alle 20 Minuten für 20 Sekunden etwas in etwa 6 Metern (20 Fuß) Entfernung anschauen. Das entspannt die Augenmuskeln und beugt dem trockenen, brennenden „Bildschirmblick" vor.
  • Ein echter Stuhl. Der eine Punkt, an dem sich Geld wirklich lohnt. Nicht der Küchenstuhl für den Achtstundentag.

Nichts davon ist Raketentechnik. Der Trick ist, es zur Gewohnheit zu machen – und genau da hakt es bei den meisten (mich eingeschlossen).

Die Erinnerung ist das eigentliche Problem

Man weiß das alles. Man macht es trotzdem nicht, weil man im Flow ist. Was mir hilft, ist ein simpler Timer, der mich alle halbe Stunde kurz rausholt. Ob Handy-Wecker, eine kleine App oder ein Kalender-Reminder – egal, Hauptsache es passiert automatisch. Als Entwickler baue ich mir sowas gern selbst; wenn du eine App oder ein kleines Web-Werkzeug für deinen Arbeitsalltag brauchst, das genau auf dich zugeschnitten ist, meld dich bei mir – ich sitze im selben Boot wie du.

Ein ehrlicher Hinweis zum Schluss: Das hier ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn du dauerhaft Schmerzen hast oder etwas in Arme oder Beine ausstrahlt, geh damit zum Arzt statt es auszusitzen – im wahrsten Sinne.

Quellen

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#Gesundheit#Homeoffice#Ergonomie#Selbstständige#Bildschirmarbeit

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